Oese II 2026 „Mein Leben ist bunt“
In der zweiten Oese-Woche war volles Haus angesagt: 14 Pflegekinder kamen in der Freizeit- und Bildungsstätte zusammen, begleitet von drei Fachberatungen und drei Honorarkräften. Nur eines der Kinder war dabei das erste Mal in Oese, viele kannten sich untereinander bereits und so spielte sich die Gruppe voller „alter Häschen“ schnell miteinander ein.
Überhaupt zeichnete sich die Gruppe durch einen sehr rücksichts- und verständnisvollen Umgang miteinander aus. Es waren Kinder mit den unterschiedlichsten Bedarfen dabei, zum Teil mit Rollstuhl oder persönlicher Assistenz. Alle Beteiligten schafften es dabei, sich gut aufeinander einzustellen und als Gemeinschaft durch die Woche zu gehen.
Für die kleinen Oese-Profis war dann natürlich klar, dass die altbekannten Highlights im Programm nicht fehlen durften: Capture the Flag auf dem Gelände, ein Nachmittag im Freibad, der Wattausflug nach Cuxhaven mit Pommes-Picknick, Plantschen auf dem Wasserspielplatz und ein gemütlicher Kinoabend.
Dabei hatte die Gruppe großes Glück mit dem Wetter, manche Kinder waren kaum aus Wasser und Matsch herauszubekommen.
Auch die Nachtwanderung war wieder ein fester Programmpunkt, wobei sich auch hier die begleitenden Fachkräfte ein paar neue Tricks ausdenken mussten – nur Wolfsgeheul abspielen reichte nicht mehr. Trotzdem wurde sich am Ende wieder mit viel Spaß gegruselt.
Die Abschlussparty wurde dann sogar von einem Komitee aus drei der teilnehmenden Pflegekinder selbst vorbereitet. Sie kümmerten sich um Dekoration, die Playlist, die Snack- und Getränke-Auswahl und um Tanzspiele und konnten damit die Erwachsenen richtig beeindrucken.
Auch morgens gab es musikalische Untermalung. Für den Start in den Tag wurde ein Kind beauftragt, die Langschläfer*innen mit Hits wie „Guten Morgen Sonnenschein“ oder „FC Bayern Stern des Südens“ zu wecken (sicherlich zu deren großer Freude).Für einige der Teilnehmenden war es tatsächlich auch das letzte oder vorletzte Mal Oese – denn die Freizeit ist nur für Kinder bis einschließlich 13 Jahren gedacht.
So gab es auch etwas Abschiedsschmerz, das Thema beschäftigte viele der Kinder. Es wurde beispielsweise überlegt, was man tun und können müsste, um später mal selbst Teamer*in zu werden.
Für die begleitenden Erwachsenen, die zum Teil ebenfalls seit mehreren Jahren in Oese mit dabei sind, war es besonders schön, diese Entwicklung der Kinder erleben zu können.
Und der wehmütige Abschluss zeigte gleichzeitig natürlich auch: hier sind richtige Verbindungen entstanden.
Und die letzten Jahre Oese waren einfach immer eine richtig schöne Zeit.
Impressionen der Fahrt

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